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Wann kann man eine Anschlussfinanzierung vornehmen ?


Sparen bei der Anschlussfinanzierung
Mit der richtigen Taktik können selbst Immobilienbesitzer mit laufenden Immobilienkrediten von der anhaltenden Niedrigzinsphase beim Baugeld profitieren. Was zu tun ist, hängt von allem von der verbleibenden Zinsbindung ab. Was sich unabhängig von der verbleibenden Restlaufzeit immer lohnt, ist der Zinsvergleich. So kosten zum Beispiel Forwarddarlehen laut Finanztest bei den teuersten Instituten bis zu 1,40% mehr als beim günstigsten Anbieter.

Zinsbindung endet in mehr als fünf Jahren:

Wessen Zinsbindung noch fünf Jahre und länger läuft, der muss sich gedulden. Die Diskussion um einen Kreditausstieg deutlich vor Ende der Zinsbindung ist meist sinnlos. Erstens: Das bloße Interesse an billigeren Zinsen rechtfertigt keinen Rechtsanspruch auf einen vorzeitigen Kreditausstieg. Zweitens: Selbst wenn das Kreditinstitut einem Ausstieg zustimmt, lohnt dieser meistens nicht. Ursache ist die Vorfälligkeitsentschädigung, mit der sich die Banken den entstandenen Zinsschaden bezahlen lassen und die eine mögliche Zinsersparnis auffrisst. Was viele allerdings nicht wissen: Problemlos möglich ist der Ausstieg nach mehr als zehn Jahren. Nach deutschem Recht (§ 489 I Nr. 3 BGB) kann zehn Jahre nach Vollauszahlung des Darlehens mit einer Frist von sechs Monaten ganz oder teilweise zurückgezahlt werden.

Zinsbindung endet in zwölf Monaten bis 60 Monaten:

Wessen Zinsbindung in zwölf bis 60 Monaten endet, der kann handeln: Beispielsweise mit einem Forwarddarlehen. Das Prinzip: Der Kunde schließt ein Darlehen ab, dessen Laufzeit in zwölf bis 60 Monaten beginnt. Der bisherige Kredit läuft bis bis zum regulären Ende der Zinsfrist, dann greift das Forward-Darlehen, zu den Zinsen von heute. Für das Recht sich das heutige Zinsniveau für die Zukunft zu sichern, wird ein Zinsaufschlag erhoben. Je nach Anbieter, Dauer der Vorlaufzeit sowie der Situation an den Kapitalmärkten wird pro Monat Vorlaufzeit ein Konditionsaufschlag von rund 0,02% fällig. Diverse Kreditgeber bieten zurzeit aber auch Forward-Darlehen ohne Aufschläge zu den derzeitigen Konditionen an.

Achtung: Wer ein Forward-Darlehen abschließt, muss die Umschuldung auch tatsächlich vornehmen. Das gilt auch, wenn die Zinsen zum tatsächlichen Umschuldungstermin deutlich niedriger sind. Interessierte müssen daher abwägen, ob sie mit fallenden oder steigenden Bauzinsen rechnen. Empfehlenswert ist hier ebenso ein Angebotsvergleich: Konditionsunterschiede von bis zu 1,40% können ein Forward-Darlehen um mehrere Tausend Euro verteuern.

Zinsbindung endet in sechs bis zwölf Monaten:

Wenn die Zinsbindung in maximal zwölf Monaten endet, sollte der Darlehensnehmer aktiv werden. Hintergrund: Durch die bereitstellungszinsfreie Zeit erhält der Kunde bei einigen Anbietern die heutigen Niedrigzinsen ohne einen Konditionsaufschlag, auch wenn die Anschlussfinanzierung erst später fällig wird.

Zinsbindung endet in drei bis sechs Monaten:

Drei bis sechs Monate vor Ende der Zinsbindung sollte der Darlehensnehmer unbedingt Vergleichsangebote einholen. Dieser Vorlauf ist wichtig, da viele Banken ihr Konditionsangebot häufig erst kurz vor Ende der Zinsbindung unterbreiten - um dem Kunden kaum Zeit zum Zinsvergleich zu lassen. Gerade der ist aber wichtig. Zinsvorteile von bis zu einem Prozent können eine Anschlussfinanzierung um mehrere Tausend Euro verbilligen.

Tipp!
Nicht auf das erste Konditionsangebot der Bank vertrauen - genau darauf spekulieren die Banken.
Quelle: Baufinanzierung @ BeMu

 
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